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RED-S Prävention und Wiederaufbau im Sport verstehen

Umgang mit RED-S im Sport

Das Syndrom des relativen Energiemangels im Sport (RED-S) erfordert neben einer klaren Diagnose vor allem einen gut strukturierten Therapie- und Wiederaufbauplan. Prävention ist ebenso wichtig wie die gezielte Behandlung, um langfristige Gesundheits- und Leistungsfolgen zu vermeiden. In diesem Beitrag zeigen wir, wie du RED-S effektiv vorbeugst und nach einer Phase des Energiemangels wieder gesund und leistungsfähig wirst.

Trainingsanpassung: Weniger ist mehr

Ein zentrales Element der Genesung ist die Reduktion von Trainingsumfang, -intensität und -frequenz. Der Körper benötigt Zeit, um Energiereserven aufzufüllen und die psychische Belastung zu reduzieren. Sanfte Bewegungsformen wie Yoga, Dehnen oder Techniktraining helfen, den Kreislauf aktiv zu halten, ohne die Erholung zu gefährden. Zyklusbasiertes Training kann insbesondere bei Frauen helfen, hormonelle Schwankungen zu nutzen und Überlastungen zu vermeiden.

Ernährung anpassen und Energieverfügbarkeit steigern

Essentiell ist die Erhöhung der Kalorienzufuhr, idealerweise um 300–600 kcal pro Tag, mit Fokus auf ausgewogene Makro- und Mikronährstoffe. Eine Ernährung reich an Proteinen, komplexen Kohlenhydraten und gesunden Fetten unterstützt Muskelaufbau und Hormonsynthese. Ergänzend sollten Nährstoffmängel wie Vitamin D, Kalzium, Eisen und Magnesium zielgerichtet ausgeglichen werden.

Psychologische Unterstützung und Verhaltensänderung

Für viele Betroffene ist die psychische Komponente entscheidend. RED-S geht oft mit Ängsten, Essstörungen oder einem hohen Leistungsdruck einher. Eine verhaltenstherapeutische Begleitung oder psychologische Unterstützung hilft, negative Denkmuster zu durchbrechen und die Motivation wieder aufzubauen. Offene Kommunikation mit Trainern und Familie kann ebenfalls stabilisierend wirken.

Langfristige Betreuung und Monitoring

Die Behandlung ist ein langfristiger Prozess. Regelmäßige Kontrollen von Knochendichte, Hormonstatus und Nährstoffversorgung sind Pflicht. Auch wenn sich erste Verbesserungen einstellen, kann es Monate dauern, bis alle Körperfunktionen wieder normal arbeiten – beispielsweise setzt die Menstruation bei Frauen oft erst nach bis zu 12 Monaten wieder ein. Geduld und eine konsequente Nachsorge sind also entscheidend.

Fazit:
Weniger Training, mehr Energie und mentale Balance sind zentrale Bausteine im Umgang mit RED-S. Mit der richtigen Unterstützung gelingt ein nachhaltiger Wiederaufbau – für langfristige Gesundheit und sportlichen Erfolg.

Quellen
[1] RED-S-Syndrom - Menstruationstörungen bei Sportlerinnen https://sportsandmedicine.com/de/2024/02/red-s-syndrom-menstruationstoerungen-bei-sportlerinnen/
[2] Jung, sportlich – und krank https://www.doccheck.com/de/detail/articles/43323-jung-sportlich-und-krank
[3] RED-S: Relativer Energiemangel im Sport durch zu viel ... https://oped.de/blog/red-s-im-sport-zu-viel-training-und-zu-wenig-kalorien
[4] RED-S Syndrom: Ein Leitfaden zur relativen Energiedefizit ... https://blackroll.com/de/artikel/red-s-syndrom
[5] RED-S-Syndrom bei Läufern: Ursachen und Behandlung https://www.runnersworld.de/verletzungen-vorbeugung/red-s-syndrom-bei-laeufern-ursachen-und-behandlung/
[6] RED-S https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/13482/red-s/
[7] RED-S-Sprechstunde | Universitätsklinikum Tübingen https://www.medizin.uni-tuebingen.de/de/das-klinikum/einrichtungen/kliniken/medizinische-klinik/sportmedizin/sprechstunde-red-s
[8] RED-S https://sportaerztezeitung.com/rubriken/ernaehrung/14698/red-s-2/

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